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Dead Man’s Diary im Test – Erkundungsspiel mit starken Protagonisten

Wie kann man Dead Man’s Diary am besten beschreiben? Es ist grundlegend ein Erkundungsspiel mit Survival Elementen. Aus der Ego Shooter Sicht dürfen wir also die Gegend erkunden. Dazu aber gleich mehr. Das Spiel Dead Man’s Diary kommt von den Entwickler TML Studios der zugleich hier auch der Publisher des Spiels ist. In Dead Man’s Diary finden wir eine postapokalyptische Welt vor, welche durch einen atomaren Krieg zerstört wurde. Die restlichen Menschen bewohnen einen Bunker, oder besser gesagt sie wohnen in mehreren. Jedenfalls dürfte jeden klar sein, dass auch in einem Bunker die Vorräte knapp werden. So gibt es z.b. ein Brauch in dem Bunker, wo sich unser Protagonist befindet. Dieser ist radikal aber fair. Zufällig wird ein Bunkerbewohner ausgesucht, der in der Wildnis ausgesetzt wird und von nun an, alleine überleben muss. Man ist auf sich selbst gestellt, ohne jegliche Hilfe. Ohne zu wissen wo man sich befindet. Schnell wird einem klar, dass nun die eigenen Survival- Skills hier einem weiterhelfen. Survival pur, oder!? Die Taschenlampe ist unser bester Begleiter in der Nacht! Doch was ist mit den Batterien!?

Nicht ganz so viel Survival wie man glaubt

In Dead Man’s Diary von TML Studios wird einem diverse Survival Elemente vorgegaukelt. Zwar sind einige dieser Survival Aspekte durchaus nachvollziehbar, so müssen wir stets ein Auge auf Nahrungsmittel haben, und oder Ressourcen für unser Lager. Und genau hier setzt das Spiel kaum die Survival Elemente fort. Es bleibt bei dieser stupiden Ressourcen suchen, damit wir letztlich unser Lager erbauen dürfen, um eine Nacht darin zu schlafen um es kurz danach Story bedingt zu verlassen und das gleiche in einem neuen Areal von vorn zu beginnen. Übrigens verlieren wir nicht nur unser altes Lager, sondern auch all unsere gesammelten Ressourcen. Diese dürfen fein im neuen Areal erneut gesucht und gefunden werden. Auch die Möglichkeiten Gegenstände anzufertigen, halten sich stark in Grenzen. Zwar erhalten wir in jedem neuen Areal diverse neue Features, aber mehr als dies erwartet uns dann doch nicht. An dieser Stelle darf ich an den „Geigerzähler“ erinnern. Denn bevor wir die gefundenen Nahrungsmittel, Getränke und Nahrung aufnehmen dürfen, müssen wir diese vorher scannen. Ist tatsächlich eine nette Idee, aber im späteren Verlauf einfach irgendwann auch öde. Zumal hier der Wechsel etwas fummelig ausgefallen ist. Nimmt mir das nicht böse, aber ganz einverstanden bin ich mit dem ganzen nicht.

Starker Charakter in Dead Man’s Diary

Gleich zu beginn von Dead Man’s Diary, also quasi im Intro, dürfte so ziemlich jedem die bekannte Sprecherstimme unseren Protagonisten auffallen. Genau, es ist die deutsche Stimme von Deadpool, Captain America, oder besser gesagt von Dennis Schmidt Foß. Die macht echt Laune und ist eine tolle Wahl. Eine so starke Stimme, in einem doch so ernsten Spiel. Oder sollte es eine Survival Komödie werden? Ihr könnt euch vorstellen, dass ich bei dieser Stimme irgendwie diesen Ryan Reynolds im Kopf habe. Da ist es leider Gottes schwer, dieses Spiel ernst zu nehmen. Wie bereits gesagt, die Stimme ist echt stark, Sie kommt auch ausdrucksstark rüber, die zwingt einem wirklich zuzuhören. Japp, da will man jedes Wort einfach aufnehmen. Kommt aber dem Spiel und der Atmosphäre nicht wirklich glaubhaft und authentisch zu Gute. Es nimmt sozusagen Dead Man’s Diary die Horror Aura. Es ist ein geben und nehmen. Auf der einen Seite eine starke Stimme, auf der anderen Seite nicht für den Horror gedacht, wie vielleicht in Dead Man’s Diary vorgesehen. Somit bleibt mir Ryan Reynolds als Protagonist in Dead Man’s Diary im Kopf.

Erkundung mal locker vom Hocker

Das Erkunden selbst in Dead Man’s Diary von TML Studios ist recht interessant und einfach gehalten. Eine Landschaft hier, ein paar Areale da, dann die üppige Flora. Die detaillierte Spielwelt lädt wirklich zum erkunden ein. Immer wieder finden wir zwar die gleichen Ressourcen, aber es macht viel Spaß die Umgebung zu erleben. Nette Licht- und Schattenspiele begleiten uns durch die postapokalyptische Welt von Dead Man’s Diary. Auch die Grafik sieht gut aus und die Effekte machen einiges her. Tag und Nacht lässt die Spielwelt in völlig neuen Glanz erstrahlen. Hier muss angemerkt werden, dass es kein Tag Nacht Zyklus gibt, sondern lediglich durch Story Elemente oder anderen Gegebenheiten gesteuert wird. Dennoch, mir gefällt die einladende grausame fiktive Welt in Dead Man’s Diary sehr. Auch dürfen wir uns später auf Tiere und Feinde freuen, aber hierzu gleich mehr. Die Umgebung, die Spielwelt von Dead Man’s Diary ist umwerfend. Diese wurde schön und detailliert mit der Unreal Engine ausgearbeitet und für uns bereitgestellt. Wirklich ein großes Lob an die Entwickler der TML Studios. Hier steckt sicherlich sehr viel Arbeit hinter. Ich bin schon beeindruckt, das Spiel ist teilweise schon eine Augenweide.

Dead Man's Diary

Unreal Engine hat Power

Kommen wir kurz zur Technik. Diese wird in Dead Man’s Diary mit der Unreal Engine verwirklicht. Ich kenne bereits sehr viele Spiele, welche mit der Engine angefertigt wurden. In Dead Man’s Diary macht diese mal abgesehen von der wirklich sehr hübschen Grafik, eine eher magere Figur. Wir sehen mal ab von einem Fluss, der zwar hörbar ist, aber das Wasser eben nicht. Das Flussbett ist gefunden, aber das Wasser fehlt. Auch die Animation, dass wir gerade durch diesen Fluss spazieren fehlt. Naja, ein kleines Problemchen, was die Entwickler TML Studios sicherlich ganz fix fixen können. Beim Thema Leistung bin ich mir aber nicht ganz so sicher. Das Spiel ruckelt extremst bei mir. Ich habe alles runter geschraubt, meine Auslastung vom Computer befand sich weit unter 50%, dennoch gibt es ohne Ende Nachlade Ruckler. Das hat mich letztlich so dermaßen gestört, dass ich nun erstmal abwarten werde. Ich kann und werde dieses Spiel zum jetzigen Zeitpunkt daher nicht zu Ende spielen.

Dead Man's Diary

Ja, es ist schlimm. Da kann das Spiel noch so strahlen, mit seiner fantastischen Umgebung, wunderbaren vertonten Charakter, und noch so düsteren Atmosphäre. So wird es keine Chance haben, bei den Fans dieses Genres warm zu werden. Sicherlich viele wird dies sauer aufstoßen und somit das Spiel in der Wertung stark mindern. Wobei es doch eigentlich Spaß bringt, das Erkunden im Spiel, das genießen der Handlung und diesen „erzwungenen“ Survival-Elementen folge zu leisten.Wnn die Entwickler der TML Studios dem Spiel sehr bald kein Performance Update spendieren, wird dies sicherlich sein Untergang sein. Leider, leider! Somit komme ich nicht im Spiel weiter, darf quasi keine neuen Umgebungen, Tiere und Feinde kennenlernen, und vor allem die Story nicht weiter verfolgen. Auch neue Gadgets bleiben mir somit aus. Für mich ein Verlust, für Dead Man’s Diary ein Genickbruch. Wenn hier die Entwickler nicht doch die Kurve kriegen und dem Spiel zuzusagen neues Leben einhauchen. Wenn euch das aber nicht stört, dann nehmt die Beine in die Hand und erkundet in Dead Man’s Diary  jeden Winkel eurer Umgebung. Es wird euch trotz der Mängel gefallen!

Dead Man's Diary

Danke an die Entwickler TML Studios für das Spiel Dead Man’s Diary. Nehmt euch Mut und arbeitet weiter an diesem tollen Game. Eine wirklich fabelhafte Umgebung habt Ihr gezaubert.

Dead Man’s Diary, TML Studios Homepage:
Dead Man’s Diary

Dead Man’s Diary im Test – Erkundungsspiel mit starken Protagonisten
7.8
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